Wir lesen (bzw. in meinem Fall lasen) in der Schule das Buch “Der zerbrochne Krug” von Heinrich von Kleist. Ich habe es seit heute durchgelesen, da es mir sehr, sehr gut gefiel. Die Sprache in diesem Buch war teilweise ein wenig unverständlich, aber Wikipedia, die Hilfe einiger Freunde und nicht zuletzt die Anmerkungen am Ende des Buches halfen mir sehr, den Zusammenhang herzustellen und Sachen zu verstehen.
Ich habe mir erlaubt, weil mir das Buch gefällt, eine kleine Zusammenfassung zu schreiben. Es sind nicht alle Informationen enthalten, aber die wichtigsten. Und bitte passt auf, denn der Schluss wird auch erzählt. Also, wenn ihr vorhabt, das Buch noch zu lesen, solltet ihr lieber woanders eine kleine Zusammenfassung suchen . Die Zahlen in den Klammern sind übrigens die Zeilennummern, in denen man die Information nachlesen kann.
Licht, ein Gerichtsschreiber, findet Dorfrichter Adam in der Gerichtsstube, wo er sich ein Bein verbindet. Er sagt auf Fragen Lichts, der Herrgott renkte ihm den Fuß aus (21). Auch Adams Gesicht hat gelitten (31). Es fehlt ein Stück von Adams Wange (34). Adam erklärt darauf, wie es passiert sein soll (50-61). Licht überbringt Adam die Kunde, dass Gerichtsrat Walter aus Utrecht kommt (67). Den Tag zuvor war er bereits in Holla, wo er Richter und Schreiber ihres Amtes enthob (104; 105).Im zweiten Auftritt erscheint Walter, der auf seinem Weg einen Unfall hatte (203), bei dem er sich die Hand verstauchte (205; 206). Adam hat seine Perücke irgendwo verloren (er kam auch ohne sie nach Hause, (228-230), weshalb er die heutige Sitzung ohne führen wird (376).Der Gerichtstag startet, Walter wird dabei sein (359). Eve, Ruprecht und Frau Marthe beschimpfen sich wegen einem zerbrochenen Krug. Adam redet mit den Parteien, aber Walter sagt ihm, er solle vor der Session nicht mit den Parteien reden (537; 538). Der Prozess beginnt und Adam ruft die Klägerin Frau Marthe hinein. Da die Frau Adam bekannt ist, unterbindet Walter Fragen zu ihrer Person (587-590). Adam stellt sich blöd, als Walter ihn bittet, nach dem Gegenstand der Klage zu fragen. Adam versucht, den Prozess so schnell wie möglich zu beenden. Walter belehrt ihn, dass es dafür Gesetze gibt (621-624), doch Adam erwidert mit eigentümlichen Statuten (626-628). Matha beginnt lange zu erzählen - die Historie des Kruges. Doch Adam (705) uns Walter (712; 713) ermahnen sie, zum Punkt zu kommen. Martha lügt jedoch, denn Eve schwor ihr nicht, dass es Ruprecht es war (781; 782).Nun ist Ruprecht dran, seine Sicht der Dinge zu erzählen. Walter hat jedoch zwischendurch immer wieder an Adams Reden etwas auszusetzen und beschuldigt Adam, willkürlich zu urteilen (1085-1087), da es bereits zwei Verdächtige gibt und Adam trotzdem fast schon ein Urteil gefällt hat.Eve sagt aus, Ruprecht war es nicht (1197) und Adam wisse besser, wer es sei (1213). Adam verstrickt sich in ein Lügennetz indem er sagt, der Lebrecht war’s, den er aber selbst nach Utrecht schickte (1217; 1218). Frau Marthe holt eine Zeugin herbei, die angeblich die Schuld von Ruprecht beweisen könne. Adam fragt Walter, ob man die Sitzung nicht lieber für heute schließen solle, doch dieser verneint (1401; 1402). Walter spricht Adam auf seine Wunde am Kopf an (1458, 1459).Brigitte tritt auf und hat Adams Perücke in der Hand, von der er zugibt, es sei die seine (1636). Gefunden hat sie Brigitte bei Frau Marthes Spalier, an dem sie hing (1625-1628). Sie sagt darüber hinaus aus, Ruprecht war es nicht (1665; 1666). Immer mehr Details ihrer Aussage und ihrer Beobachtungen treffen auf Adam zu (1685: kahlköpfig; 1686: mit einem Pferdefuß; 1712 begegnet am Spalier, siehe 1625, 1636). Adam gerät immer weiter rein, doch zuerst wird nicht er, sondern der Teufel für den Täter gehalten. Schreiber Licht, der zu Brigitte stieß und sie selbst verfolgten die Spur des “Teufels” im Schnee und gelangten zum Gerichtsgebäude (1782-1784), worauf Ruprecht meint, ob der Teufel im Gerichtsgebäude wohne (1785; 1786). Walter schöpft verdacht und versucht Adam zu überlisten, dass er aufsteht (1803), was jedoch misslingt. Walter will die Session darauf schließen. Er will die Sache abschließen und Ruprecht zum Täter erklären (1874). Doch nun beschuldigt auch Eve Adam (1891) und dieser läuft davon (1900).Im letzten Auftritt wendet sich Eve an Walter um ihn einen Brief zu zeigen, in dem Ruprecht zur Konspriktion aufgerufen wird. Walter schaut sich den Brief an und bezeichnet in als Betrug und sagt, dass er falsch sei (1927). So langsam lichtet sich das Szenario: Adam wollte Ruprecht davor schützen und Eve “ein Attest für Ruprecht” zu geben (1941), wofür er als Gegenleistung von Eve “schändliches” (1946) forderte. Zum Schluss wird Licht (vorübergehend) Dorfrichter (1963; 1964), wie Adam es ihm früh prophezeite, jedoch in einem anderen Zusammenhang (129; 130).
Timo Heuer
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